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Ilse, kam mit einer extremen Angst vor HUNDEN                                           

                                                    einige Stunden später  


Ich bin von meinem Elternhaus mit der Hundeangst meiner Mutter groß geworden: Hunde waren generell tabu, auch weil ich als Kind schwer erkrankt war, daher hat mich meine Mutter von allen Dingen des Lebens (auch der Umgang mit Tieren) abgeschottet. Diese ausgeprägte Form der Hundeangst führte soweit, dass ich sogar die Straßenseite wechselte oder in ein Geschäft verschwand, wenn nur ein Hund von der Entfernung auszunehmen war.

 Als letzten Dezember die Einladung nach Stolberg kam, wusste ich, dass Christine und Gabriel Hunde haben: ich machte sofort darauf aufmerksam, dass es wegen der Angst vor Hunden eventuell zu Problemen mit mir kommen kann. Wir vereinbarten, wenn es für mich psychisch nicht tragbar ist, müssen die Hunde separiert werden. Als der große Tag des Kennenlernens kam, hatte ich Schweißausbrüche, Herzflattern  Magenkrämpfe und unkontrollierte Übelkeit. Ich weis natürlich, dass Hunde beschnuppern, aktiv das Kennenlernen steuern und selbstverständlich die Angst des Gegenübers auf der Stelle erkennen. Das lies sich natürlich nicht vermeiden.

Christine hatte beide Hunde erst einmal weggesperrt, einige Minuten vergingen da holte sie sie hervor.

 Die beiden Border - Collies haben mich beschnuppert, liefen um mich herum, wurden von Christine zur Ordnung gerufen, wenn es augenscheinlich für mich zu unangenehm wurde. Das dauerte keine fünf Minuten. Als sich die Hunde auf ihre Plätze zurückgezogen hatten, war es für mich gelaufen. Ich fühlte mich wieder beruhigt. Die Hunde kamen von Zeit zu Zeit um zu sehen, ob noch alles ok war, ob alle anwesend sind (Hütehunde!!) und ignorierten mich als Einzelperson, sie sahen nur die gesamte Gruppe.

 Am nächsten Tag bei der Begrüßung war es schon sehr easy: die Hunde kannten mich schon und plötzlich hatte ich das Bedürfnis, das Fell anzugreifen, die Hunde vorsichtig zu streicheln, sie anzusprechen, um Kontakt herzustellen.  Floyd und Jim reagierten auf  mich,  fühlten sich angesprochen und aufgrund ihrer hervorragenden Erziehung, hörten sie auch auf Aufforderungen und Lob von mir. In dieser Phase konnte ich ohne Angst Vertrauen zulassen, streichelte die Hunde, fütterte sie von der Hand,  umarmte sie sogar (Foto) und beim Spaziergang am Neujahrstag in der Eifel konnten wir die Hunde sogar „überreden“ f. ein Foto mit mir Modell zu stehen.

 Heute fühle ich mich OHNE ANGST den beiden Border-Collies verbunden, sie haben mich gelehrt, dass erzogene Hunde, die Befehle des Besitzers kennen und ausführen, daher auch  keine Bedrohung darstellen. Ich bin fremden Hunden gegenüber nach wie vor vorsichtig, jedoch haben sich die Angstattacken und nervlichen Zustände weitgehend verbessert. Was Floyd und Jim betrifft, habe ich die beiden ins Herz geschlossen und freue mich auf ein Wiedersehen mit den beiden, auch wenn die Entfernung von Wien nach Stolberg enorm ist, aber was weis man, was die Zukunft bringt.

 Ich bin Christine und Gabriel dankbar, dass ich die Erfahrung mit den beiden tollen Border-Collies machen durfte, Floyd und Jim haben eine Therapie mit mir durchgeführt, die wirkungsvoll und effektiv meine ausgeprägte Hundeangst positiv beeinflusst haben. Die Überzeugung, dass Border-Collies für Therapien selbstverständlich geeignet sind, habe ich am eigenen Leib gespürt.  Floyd und Jim habe ich letztendlich meine heutige Einstellung zu verdanken.“

 

Am SilvesterabendNoch auf AbstandNeujahr im Effels ( Eifel ) Dicke Freunde